Museum. Denkmal. Gedenkstätte.

Die historische Erinnerungsstätte Idstedt informiert über einen bedeutenden Abschnitt deutsch-dänischer Geschichte: die „Erhebung“ deutsch gesinnter Schleswig-Holsteiner gegen Dänemark vor dem Hintergrund der europäischen Revolution von 1848.

Sollte das Herzogtum Schleswig Teil eines zu errichtenden dänischen oder eines künftigen deutschen Nationalstaats werden? Darüber kam es zu einem drei Jahre währenden Krieg. Als Höhepunkt empfanden beide Seiten die Schlacht bei Idstedt am 25. Juli 1850. Nicht weniger als 6.500 Menschen verloren ihr Leben oder wurden verwundet. Das Dorf Idstedt brannte fast vollständig nieder.

In politischer Hinsicht war die Schlacht von geringer Bedeutung. Entscheidend für die Lösung des nationalen Konflikts war vielmehr, dass sich die europäischen Großmächte über die Zukunft des Herzogtums Schleswig schon weitgehend geeinigt hatten.

Die Schlacht und ihre Opfer

in der durchgängig zweisprachig gestalteten Ausstellung geben Text- und Bildtafeln Einblicke in die historischen Hintergründe und die eigentliche Schlacht bei Idstedt. Darüber hinaus thematisiert die Schau das individuelle Schicksal der Soldaten beider Seiten: An einer Multimedia-Station wird aus Briefen deutscher und dänischer Soldaten zitiert, persönliche Dokumente, Uniformen, Waffen und Ausrüstungsgegenstände informieren über das Leben als Soldat und die zahlreichen Opfer.

Idstedt mit seiner Umgebung ist ein symbolträchtiger Ort. Im Umfeld der Idstedt-Halle erinnern Gräber und Gedenksteine an dieses kriegerische Ereignis vor über 160 Jahren.

 Vorstellung der Idstedt-Stiftung optional

 Zur Erinnerung an die Schlacht bei Idstedt 1850 wurde im Jahre 1930 die Idstedt-Gedächtnishalle gebaut. Seit 1978 ist eine Stiftung Träger des Museums. Vorsitzender ist der Landrat des Kreises Schleswig-Flensburg, dem Stiftungsrat (insgesamt 57 Personen) steht der Kreispräsident vor.

Finanziert wird die Stiftung von Kreis, Schleswig-Holsteinischem Heimatbund, der Stadt Schleswig, Ämtern und Gemeinden.